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Die
Geschichte: Bevor es das Kloster Stuben
gab, wohnte auf der Insula der reiche Edle
Egelolf. Durch besondere Fügung vermachte er ein
kleines Burghaus römischen Ursprungs, eine
Kapelle, einen Hof, Weingärten und sonstigen
Besitz der Kirche dergestalt, dass dort ein
Kloster erbaut wird, in welchem seine Tochter
Gisela mit anderen Jungfrauen und Witwen aus dem
Adel nach den Regeln des hl. Augustinus den
Schleier nahmen. Die Stiftung bestätigte der
Trierer Erzbischof Albero im Jahre 1137. Zur
Verbesserung der Wirtschaftlichkeit schenkte 1140
Erzbischof Albero dem Kloster die Kirche von Neef
nebst Gefälle und Einkünften. Es war dies die Peterskapelle auf dem
Berge. Als Ritter Heinrich von Ulmen Stuben 1208
wertvolle Reliquien schenkte, die er zuvor als
Kreuzfahrer in Konstantinopel erbeutet hatte,
wurde das Kloster Wallfahrtsort. Die Reliquien,
wovon ein Relikt des hl. Kreuzes die bedeutendste
ist, veranlassten einen grossen Zulauf.
War eigentlich die Grundlage für eine stabile
Wirtschaft gegeben, so erging es dem Kloster
jedoch in den Unruhezeiten ab dem fünfzehnten
Jahrhundert immer übler. Zeiten, Menschen und
Sitten waren nicht zuletzt wegen fortwährender
Kriege anders geworden. Im Kloster Stuben
erschlaffte, wie auch woanders, die Ordenszucht.
Zudem sammelten sich Schulden über Schulden an.
Schliesslich musste Kurfürst Clemens
Wenzeslaus im Jahre 1788 das Kloster schliessen.
Das Kirchensilber liess er zur Finanzierung des
anstehenden Krieges gegen Frankreich entnehmen
und einschmelzen. Die Kreuzreliquie, auch
Staurothek genannt, kam in den Trierer Domschatz
und wurde sodann zum Schutz vor den einrückenden
Franzosen auf die Festung Ehrenbreitschein
gebracht. Später kam sie in die Herzoglich
Nassauische Schatzkammer in Wiesbaden. Im Jahr
1827 schenkte der Herzog von Nassau das kostbare
Stück dem Dom zu Limburg, wo sie noch heute im
Domschatz ausgestellt und zu besichtigen ist.
Übrig geblieben ist lediglich die
Kirchenruine, die heute noch an eine grosse und
bewegte Klostergeschichte erinnert. Stuben
zählte zu den bedeutendsten Nonnenklöstern des
Bistums Trier.
Die Gegenwart und die Zukunft:
Der Förderverein Calmont-Region e.V. hat es sich
zur Aufgabe gemacht, den verbliebenen Rest des
Klosters, die Kirchenruine, als würdigen
Veranstaltungsort umzugestalten. Es wurden neben
der Mauerwerksanierung erhebliche Renovierungen,
Aus- und Verbesserungen vorgenommen. So kann
nunmehr der Raum beleuchtet und sogar bei
Regenwetter überdacht werden. Die Infrastruktur
wurde und soll noch weiterhin verbessert werden.
Sowohl Einheimische als auch Touristen nehmen die
gebotenen Darbietungen, zu denen u. a.
Jazz-Konzerte, Chor-Darbietungen und Führungen
gehören, mit Begeisterung wahr.
Mit Interesse darf man die weiteren
Ausgrabungsarbeiten der Gesellschaft für
Archäologie an Mittelrhein und Mosel e.V.
verfolgen, die unter der Leitung von Herrn Dr.
Wegener schon recht interessante Erkenntnisse vom
Kloster Stuben gebracht haben und sicherlich auch
noch weiter bringen werden. Zu gegebener Zeit
sollen die Ergebnisse in einer Ausarbeitung der
Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.
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| Die Ruine
im Sommer 1999... |
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| ...und im
Frühjahr 2005. |
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| Ein Dach
für die Kreuzkapelle. |
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| Dokumentationen
zur Geschichte des
Klosters und Anekdoten um
die Klosterruine finden
Sie in den Geschichte(n)
auf den Websites der
Ortsgemeinden. |
Bremm |
Ediger-Eller |
Neef |
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